Liebe Patient*Innen,

wer hätte gedacht, dass uns das „C-Thema“ so lange beschäftigen würde?

Der Februar letzten Jahres endete mit der gerade noch geglückten Tagung unserer ärztlichen Fachgesellschaft DGBT in Frankfurt und damit auch „unsere Normalität“ im Bereich Weiterbildung. Die Veränderungen betreffen für viele ihren Arbeitsraum, das Zusammenleben mit der Familie, greifen enorm in unseren Freizeitbereich ein und – für uns so noch nie erlebt – beschränken unsere (bisher immer als selbstverständlich gelebte) Freiheit.

Wir alle vermissen wohl am meisten das Treffen mit lieben Menschen, das zwanglose Zusammensein-Können, das gemeinsame Genießen von Kultur. Corona wird bleiben, alles andere ist Illusion. Sie wird aber ihren Schrecken verlieren und als eine „normale“ Erkrankung angesehen werden. Wahrscheinlich wird die Corona-Impfung, so wie die Grippe-Impfung, zur Routine bei den Risikogruppen.

Die Hoffnung ist, dass wir bessere Wege als bisher finden, um dieses Ziel zu erreichen. Dass die Kollateralschäden der nicht immer sehr glücklich geführten Pandemie-Bekämpfung nicht zu viel von dem destruiert haben, was wir lieben und schätzen. Dass nicht zu viele Arbeitsplätze und kleine Firmen vernichtet werden und hoffentlich irgendwann auch viel Neues, Schönes und Gemeinsames entstehen kann.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie und Ihre Lieben gut durch die Anstrengungen und Wirren gekommen sind und auch weiterhin kommen werden und, wo und wie auch immer, ein schönes Osterfest genießen können.

Ihr Sommerclinics Team
Dr. med. Boris Sommer, Dr. med. Dorothee Bergfeld und Dr. med. Monika Lisá

Covid19 Impfung und Dermale Filler

Auch die ästhetische Medizin bleibt von Corona nicht verschont

Die von uns schwerpunktmäßig eingesetzten Hyaluron-Filler sind extrem nebenwirkungsarm. Äußerst selten treten verzögerte Immunreaktionen in Form vorübergehender Schwellungen an den Injektionsstellen auf. Man vermutet als Auslöser eine immunologische Reaktion auf Begleiterkrankungen (bakterielle oder virale Infekte), aber auch Zahnarztbehandlungen und Impfungen können solche Reaktionen triggern.

Aus den USA kamen jetzt vereinzelte Berichte über das Auftreten solcher Schwellungen nach Impfung mit dem m-RNA Impfstoff von Moderna gegen COVID-19. Die Rate war mit drei Fällen bei 15.000 zu diesem Zeitpunkt überschauter Impfungen minimalst. Trotzdem: Es kann vorkommen und wir wollen Sie zeitnah informieren.

Wie sehen die Konsequenzen aus?
Generell besteht aufgrund der Seltenheit dieser vorübergehenden Nebenwirkungen kein Grund zur Besorgnis sowohl für Patienten, die bereits mit Fillern behandelt wurden, als auch für diejenigen, die dies noch vorhaben.

Die Empfehlung lautet, einen Abstand von sechs Wochen zwischen Filler-Injektion und Impfung einzuhalten. Sollte eine Schwellung auftreten, ist diese meist selbst limitierend, verschwindet also von alleine oder ist sehr gut behandelbar.

Botulinumtoxin in der ästhetischen Medizin

Neues Botulinumtoxinbuch (Thieme Verlag)

Neben der Praxistätigkeit ist ein großer Beschäftigungs-Schwerpunkt unserer Doktoren die Aus- und Weiterbildung ärztlicher Kolleg*innen in der ästhetischen Medizin.

Seit mehr als 15 Jahren leiten Dr. Sommer und Dr. Bergfeld als Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Botulinum- und Filler-Therapie DGBT eine der größten ärztliche Fachgesellschaften, die in ihren Kursen und Tagungen schon mehrere tausend Ärzte auf dem Gebiet der Botulinum- und Filler-Therapie ausgebildet hat.

Noch länger sind sie bereits als Fachbuchautoren für medizinische Werke in diesem Bereich aktiv. Zur Liste der Bücher von Laienratgebern über Tumeszenz-Betäubung und Liposuktion gehört schon seit 20 Jahren das Standardwerk zur ästhetischen Botulinum-Behandlung.

Pünktlich zum 20. Jubiläum ist dieses jetzt in der 6. aktualiserten Auflage erschienen, was natürlich eine große Freude und Ehre und auch Anerkennung der Expertise auf diesem Gebiet ist. Da dürfen wir zu Recht stolz sein.

Das Buch können Sie hier direkt beim Verlag beziehen

Wirkungsvolle Kombination von Ultraschall mit Vitamin-Boost oder Kollagen-Stimulatoren

Das straffende Power-Package

Straffen ohne Operation: Das war vor einigen Jahren noch undenkbar. Aber tatsächlich kann man durch rechtzeitiges Einsetzen von muskelentspannendem Botulinum und aufpolsterndem und stoffwechselaktivierendem Hyaluron die Haut sehr lange straff halten
und ein Erschlaffen verzögern.

Trotzdem kann irgendwann ein Punkt kommen, an dem die Schwerkraft doch siegt und die nachlassende Hautstraffheit zum Absacken  der Wangen oder des Kinns führt. Die Haut am Hals wird weicher, das Dekolleté faltig.

Hier haben wir seit inzwischen 6 Jahren sehr gute Erfahrungen mit der Kollagenaufbau-stimulierenden Wirkung von hochfokussiertem Ultraschall gemacht.

Die Idee dahinter: In definierte Hautschichten eingebrachte Ultraschallimpulse induzieren Mikroverletzungen. Das klingt erst mal merk-
würdig: Autsch – Verletzung? Aber tatsächlich kann ein kontrolliertes Mikrotrauma Heilungs- und Regenerationsvorgänge aktivieren und
der dadurch ausgelöste Kollagenaufbau bewirkt eine Straffung der Haut. Individuell kann die Fähigkeit zum Kollagen-
aufbau allerdings variieren.

Um den Prozess zu unterstützen und noch bessere Ergebnisse zu erhalten, kann man dem Körper im Anschluss an die Ultraschallbehandlung daher helfen:

  • Mit Vitamin C-Infusionen, die die Kollagenfaser-Synthese unterstützen – und (wie im letzten Kurz-Newsletter schon erläutert) auch    ohne vorherige Ultraschall-Behandlung hilfreich sein können.
  • Oder man setzt speziell aufbereitete Filler aus der Klasse der Kollagen-Stimulatoren ein: Calciumhydroxyl-Apatit (Radiesse®) in hoher Verdünnung wird in den behandelten Arealen unter der Haut verteilt und unterstützt ebenfalls die Kollagen-Neubildung.
  • Fäden sind eine weitere Option: Auch Fäden aus PDO (Polydioxan) oder Polymilchsäure können straffen. Sie werden im Körper abgebaut und durch (Sie raten es wohl schon) Kollagenfasern ersetzt.

Botox® gegen Migräne und Bruxismus

Medizinische Informationen zu Botulinum

Der Wirkstoff Botulinum wird weit häufiger für medizinische als ästhetische Indikationen genutzt. Tatsächlich werden neurologische Erkrankungen wie Spastiken seit fast 50 Jahren erfolgreich mit dem muskelentspannenden Effekt des Wirkstoffs behandelt.

Auch Kopfschmerzen sprechen zum Teil auf eine Behandlung mit Botulinum an, weswegen das Präparat Botox® 2016 eine Zulassung zur Behandlung der chronischen Migräne bekam.

Aktuelle Forschungsergebnisse legen nahe, dass sich die Wirkung hier durch einen neuromodulatorischen Effekt auf Überträgerstoffe sensorischer Nerven (also nicht nur über Muskeleffekte) ergibt.

Im Rahmen der sogenannten PREEMPT Studie zeigte sich dabei an einer großen Patientengruppe, dass die Ansprechraten auf die Botulinum-Behandlung mit wiederholten Behandlungszyklen steigen: Nach der ersten Behandlung waren knapp 50% der Patienten in ihren Beschwerden gebessert, nach dem 3. Zyklus stieg die Rate auf über 70%. Das heißt, dass man bei Kopfschmerzen das Ansprechen erst nach mindestens drei Behandlungszyklen im Abstand von 4 bis 6 Monaten beurteilen sollte. Und noch eine weitere Indikation etabliert sich zunehmend:

Bei ausgeprägtem nächtlichem Zähneknirschen oder -pressen (Bruxismus) spielt häufig eine Überaktivität des großen Kaumuskels Musculus masseter eine entscheidende Rolle.

In einer Leitlinienempfehlungen für Zahnärzte von 2019 wird die Behandlung als eine der wenigen kausalen Ansätze bei der Behandlung des Beschwerdebildes angegeben.

Auch wir können die segensreichen Effekte bei der gezielten Dämpfung des überaktiven Muskels und zum Teil auch begleitender Muskelver-
spannungen benachbarter Muskelgruppen im Schulter- und Nackenbereich nach langjähriger Therapie-Erfahrung bei unseren Patienten gut bestätigen. Hier haben wir inzwischen auch eine Reihe zuweisender Zahnärzte bzw. Kieferorthopäden, die diese Behandlung selbst nicht anbieten können.

Der schöne Nebeneffekt: Das Gesicht kann bei einem überaktiven Kaumuskel unschön breit und quadratisch werden. Die Behandlung des Muskels lässt diesen schrumpfen und die Kontur verbessert sich.

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