Bruxismus - Ratgeber

Krankheitsbild Bruxismus

Bruxismus (Zähneknirschen) gehört in den Formenkreis der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD). Es handelt sich um anatomische und/oder funktionelle Störungen von Zähnen, Kiefergelenk und damit im Zusammenhang stehenden Organsystemen (Kopf, Nacken, Schultern).

Zu diesem Krankheitsbild zählen daher auch weitere Symptome, wie Kiefergelenksschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel, Knack- und Reibegeräusche im Kiefergelenk, Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich, Ohrenschmerzen, Ohrensausen.

Ausgelöst werden die Beschwerden durch fehlerhafte Kieferstellung, Haltungsprobleme, Muskelverspannungen, manchmal aber auch nur durch große innerliche Anspannung, die sich durch nächtliches Zähneknirschen „Luft verschafft“.

Bruxismus FAQ

Was ist Bruxismus?

Bruxismus bezeichnet nächtliches Zähneknirschen. Dies betrifft fast 10% der Bevölkerung westlicher Industrienationen. Die Betroffenen wachen oft morgens mit Schmerzen im Kiefergelenk auf. Dauerhaft kann durch das Knirschen eine Schädigung der Zähne und des Gelenkes auftreten.

Ein besonders aktiver Kaumuskel, der Musculus masseter, ist hierfür verantwortlich. Meist muss längere Zeit eine Schiene getragen werden, um das Reiben der Zähne aufeinander zu verhindern.

Die eigentliche Ursache wird hierdurch aber nicht beseitigt.

Wie lässt sich Bruxismus behandeln?

Botulinum-A (Botox®) kann eine muskuläre Hyperaktivität dämpfen, so dass der Muskel nicht mehr so stark unwillkürlich im Schlaf arbeitet.

Eine Injektion in den hyperaktiven Muskel kann daher das nächtliche Knirschen deutlich vermindern oder sogar ausschalten.

Positiver Begleiteffekt:
Ein stark ausgebildeter Masseter ist oft für eine „kantige“ Gesichtsform verantwortlich. Diese kann durch die Therapie abgerundet werden.

Wie erfolgt die Diagnosestellung bei Bruxismus?

Zur Diagnosestellung ist ein fachübergreifender Ansatz wichtig:
Zahnfehlstellungen müssen von kieferorthopädischer Seite ausgeschlossen bzw. behandelt werden, orthopädische Fehlhaltungen erkannt und mitbehandelt werden.

Botulinum kann bei Injektion in verspannte, hyperaktive Muskeln helfen, Weichteilfehlfunktionen zu bessern und bestehende „Teufelskreise“ aus Verspannung-Schmerz-Anspannung wirkungsvoll zu unterbrechen.

Hier arbeiten wir daher auch oft mit zahnärztlichen oder kieferorthopädischen Kollegen zusammen, die uns Patienten zur ergänzenden Botulinum-Therapie überweisen.

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